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”Original” ARAUCANA ? Die, über sehr viel Fachwissen verfügende, langjährige Araucana Züchterin Mrs. Simpkin (sie ist die Sekretärin des englischen Araucana Clubs) sagte zu dem, was man in Peru und Chile unter Araucana durchaus verstehen kann: ”The Araucana has developed in many countries in various ways. In Peru and Chile, which I have visited a number of times to study them, the Araucana has remained basically a mongrel due to the lack of breeding for a specific characteristic. They can be tailed, Rumpless, with crests, without crests, with muffs, without muffs, etc.” Das heißt sinngemäß übersetzt: ”Die Araucana haben sich in vielen Ländern, auf verschiedene Weise, entwickelt. Um sie zu studieren habe ich Peru und Chile mehrmals besucht. Dort verblieben die Araucana grundsätzlich als Mischlinge, aufgrund fehlender Zucht auf bestimmte Merkmale hin. Sie kommen vor mit Schwänzen, ohne Bürzel, mit Kämmen, ohne Kämme, mit Federschmuck, ohne Federschmuck, usw.” Würden sich in Hawaii, Peru und Chile die Araucana mit- oder ohne Bürzel (Schwanzfedern) nicht selbständig erfolgreich paaren, dann wären sie ausgestorben. Die
Nachkommen mit Schwanzfedern hier und in England sind normal fruchtbar. Es ist bekannt: Gezielte Zucht auf bestimmte Merkmale hin fördert die Merkmalträger. Andere, vorhandene Möglichkeiten werden unterdrückt. Die originale genetische Vielfalt schließt jedoch keine der möglichen Variationen aus. Ohne diese Beeinflussung durch Zucht bestimmen die Umweltbedingungen das Erscheinungsbild und die Eigenschaften der Individuen. Der amerikanische Züchter sehr erfolgreicher Distanz-Pferde (”Die Pferde mit dem Horn”) überläßt die Zuchtauswahl seinen Hengsten und Stuten, welche frei auf dem Areal der Ranch herumlaufen. Sein Bekenntnis lautet: ”Mit dem Ausmerzen sogenannter schlechter Eigenschaften merzt man gleichzeitig auch gute Eigenschaften aus”. ”rumpless” und ”tailed” ließe sich für die Araucana auch mit der Überzeugung eines Bauhaus Professors begründen: ”Schön ist, was einen funktionellen Sinn hat!” So sind u.a. in England und in den USA die bürzellosen (rumpless) und die beschwänzten (tailed) Araucana anerkannt. In den USA heißen tailed Araucana ”Ameraucana”. Wenn Kreuzungstiere in den USA grüne Eier legen werden sie ”Easter Egg Chicken” genannt. Das Internet bietet Abbildungen und viel Wissenswertes an (siehe oben bzw. unsere ”Links”). Der Sonderverein für Araucana unterstützt z.Zt. den deutschen Standard bürzelloser Araucana und ebensolcher Zwerg-Araucana. Aufgrund der Mitgliedschaft in der EU lassen sich aber irgendwann auch bei uns die anerkannten Standards anderer Mitgliedsstaaten etablieren. Welchen möglichen Variationen von Araucana-Hühnern auch immer die Zuneigung gehört, wir meinen: ”Hauptsache, alle sind gesund und glücklich”. Schließlich entwickeln sich auch bei der ”Reinzucht” immer wieder kleine und große Exemplare mit und ohne Schwanzfedern... Unsere ARAUCANA mit Schwanzfedern von Albert Kramer: Von Hawaii wurden zwei weizenfarbige Araucana Hennen und ein blau-weizenfarbiger Hahn als ein
wertvolles Hochzeitsgeschenk nach Deutschland gebracht. Dazu kam eine schwarze Araucana Henne chilenischer Abstammung. Sie war an der tierärztlichen Hochschule in Hannover aus grünen
Eiern, welche chilenische Studenten mitgebracht hatten, erbrütet worden. Bei Albert Kramer hatten diese vier Vögel im Laufe der Jahre zahlreiche Nachkommen. Die von ihm selbst als Araucana
verkauften Vögel blieben - dafür verbürgt er sich - frei von Einkreuzungen. Vitale Nachkommen vermehren sich freilaufend, auch auf einigen anderen ländlichen Die Eier von Eltern mit allzu üppiger Bärte- und Bommelbildung werden nicht zum Ausbrüten ausgewählt. Beobachtungen weisen Vögel mit weniger Federschmuck als aufmerksam und ”rundum” wahrnehmungsfähig aus.
Hier fehlen noch einige Fotos...
By the way: Bemerkungen zur Massenzucht für ”Schönheit”.
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photos © 2002 Lerch-Wienken |
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